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Sorgfaltspflichten nach dem FM-GwG

Von Michelangelo Frigo, Co-Founder und CEO von Zyphe · Veröffentlicht am 23. Juli 2026 · Aktualisiert am 23. Juli 2026

Vereinfachte, allgemeine und verstärkte Sorgfaltspflichten nach dem FM-GwG: wann sie greifen, was sie umfassen und wie der risikobasierte Ansatz wirkt.

Die Sorgfaltspflichten sind der operative Kern der Geldwäscheprävention nach dem FM-GwG. Sie verpflichten Verpflichtete, ihre Kunden zu kennen und deren Risiko einzuschätzen.

Was dazugehört

  • Identifizierung des Kunden und Überprüfung der Identität anhand geeigneter Nachweise,
  • Feststellung der wirtschaftlichen Eigentümer und Überprüfung mit angemessenen Mitteln,
  • Einholung von Informationen zu Zweck und angestrebter Art der Geschäftsbeziehung,
  • kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung.

Wann sie greifen

Die Sorgfaltspflichten sind zu erfüllen bei Begründung einer Geschäftsbeziehung, bei gelegentlichen Transaktionen ab den gesetzlichen Schwellen, bei Verdacht auf Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung sowie bei Zweifeln an zuvor erhobenen Angaben.

Die drei Stufen

StufeWann sie greiftWas sie verlangt
VereinfachtNachweislich geringeres RisikoReduzierter Umfang, angepasst an das Risiko
AllgemeinRegelfallDie vier Kernpflichten
VerstärktHöheres RisikoZusätzliche Informationen und engere Überwachung

Wann verstärkte Sorgfaltspflichten gelten

Verstärkte Sorgfaltspflichten greifen unter anderem bei politisch exponierten Personen, bei Geschäftsbeziehungen mit Bezug zu Drittländern mit hohem Risiko und bei ungewöhnlichen oder besonders komplexen Transaktionen. In der Praxis bedeutet das zusätzliche Informationen zur Herkunft der Mittel, die Zustimmung der Führungsebene und eine engmaschigere Überwachung.

Wenn die Prüfung nicht abgeschlossen werden kann

Können die Sorgfaltspflichten nicht erfüllt werden, darf die Geschäftsbeziehung nicht begründet werden beziehungsweise ist zu beenden. Zusätzlich ist zu prüfen, ob eine Verdachtsmeldung an die Geldwäschemeldestelle erforderlich ist.

Zusammenhang mit den übrigen Pflichten

Die Sorgfaltspflichten stehen neben Aufzeichnung und Verdachtsmeldung im Gesamtrahmen des FM-GwG. Ein zentraler Schritt ist die Feststellung der wirtschaftlichen Eigentümer.

Wie Zyphe die Sorgfaltspflichten automatisiert

Die Agenten von Zyphe übernehmen Identifizierung, Dokumentenprüfung, Feststellung der wirtschaftlichen Eigentümer sowie das Screening gegen Sanktions und PEP-Listen, mit exportierbarem Audit Trail und ohne zentralen Datenbestand.

Quellen

Häufige Fragen

Was sind Sorgfaltspflichten nach dem FM-GwG?

Die Pflichten, den Kunden zu identifizieren, die wirtschaftlichen Eigentümer festzustellen, Zweck und Art der Geschäftsbeziehung zu verstehen und die Beziehung fortlaufend zu überwachen.

Wann gelten verstärkte Sorgfaltspflichten?

Insbesondere bei politisch exponierten Personen, bei Bezug zu Drittländern mit hohem Risiko und bei ungewöhnlichen oder komplexen Transaktionen.

Was passiert, wenn die Identifizierung nicht möglich ist?

Dann darf die Geschäftsbeziehung nicht begründet werden beziehungsweise ist zu beenden, und es ist zu prüfen, ob eine Verdachtsmeldung erforderlich ist.

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